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Entstehung der Abteilung

Fritz Adelmann


Die Abteilung Schwerathletik des TV 1877 Waldhof wurde im Jahr 1964 durch ehemalige Heber des RSC Schönau gegründet, darunter auch der derzeitige Vorstandsvorsitzende Fred Hauser und Fritz Adelmann, der bis 1992 die Abteilung leitete und dem Vorstand des TV 1877 angehörte.

Schwerpunkt war in den ersten Jahrzehnten die Jugendarbeit. Nicht weniger als 10 Deutsche Meister der Jugendklassen des Gewichthebens stellte die Abteilung, darunter der spätere Gewinner der olympischen Bronzemedaille 1984 in Los Angeles im Judo Arthur Schnabel, der Boxer Charlie Graf oder die mehrfachen deutschen Meister und Rekordhalter im Kraftdreikampf Uwe Meissner und Gerhard Throm. Dies zeigt, dass die Schwerathletik, insbesondere auch bei Jugendlichen, durch die allgemeine Kräftigung des Bewegungsapparats in der Lage ist, Konditionierung für anderweitige sportliche Betätigung zu sein, Haltungsfehler und- schäden vorzubeugen und das körperliche Wohlbefinden zu steigern.

Die 1. Mannschaft der Aktiven, die ihre Heber nahezu ausschließlich aus der eigenen Jugend rekrutierte, erreichte den Zenit Ihrer Leistung Ende der 80er Jahre, als sie mehrere Jahre erfolgreich in der baden-württembergischen Oberliga hob.

Infolge des Umzugs in das Boehringer Dreieck und der damit verbundenen Erweiterung der Trainingsfläche und Geräteausstattung wurde es möglich, das Angebotsspektrum der Abteilung auf Freizeit- und Gesundheitssport zu erweitern.

Mitte der 90er Jahre kam es zum Generationswechsel in der Abteilungsleitung. Nach Christian Kleist übernahm Mathias Wieland das Ruder. Im wesentlichen war es ihm zu verdanken, daß nunmehr neben den rein sportlichen auch andere Veranstaltungen das Vereinsleben prägten und zu einer längerfristigen Bindung der Mitglieder untereinander und zur Abteilung führten. Die Verantwortung wurde auf mehrere Schultern verteilt; die langjährig Aktiven Tim Hartung, Stefan Hört und Andreas Binder sowie Nicht-Aktive Mitglieder, wie Roger Wieland u.a. übernahmen Tätigkeiten in der Abteilungsführung.

Andere (Mode-)sportarten, der Zeitgeist und die Vielfalt anderweitiger Freizeitaktivitäten machen es sehr schwer, für den ohnehin nicht populären Gewichthebersport geeigneten Nachwuchs zu finden. Die Anzahl der aktiven Heber und deren Leistungsfähigkeit ist gesunken, das Lebensalter jedoch erheblich gestiegen. So wundert es auch nicht, dass der Freizeitsport mittlerweile die Mehrheit der Abteilungsmitglieder stellt.

Bekanntlich stirbt jedoch die Hoffnung zuletzt. In unserem Fall ist es diese, dass in unserer Gesellschaft der Vereinssport mit seinen lästigen “Verpflichtungen” gegenüber den unverbindlich kommerziellen Sportstudios ein Comeback erfährt.